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INDEX NR03

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ABENTEUER IM FREIBAD
Endlich scheint mal die Sonne. „Hey kommt ihr heute auch ins Freibad“, sagt Timo aus unserer Klasse zu Melli, Clarissa und mir. „Klar“, sagt Clarissa, „aber bleibt bloß weg von uns“. Keiner von uns mag Timo sonderlich gern. Er ist echt ein Streber und seine Klamotten sind echt von vorgestern. Ein richtiger Spießer. Und dann ist sein Vater auch noch Lehrer. Timo schaut etwas beleidigt und mir tut er sogar irgendwie leid, aber ich sag da lieber nix. Mittags trifft sich dann die halbe Klasse im Freibad und Clarissa hat auch noch ihre ältere Schwester mitgebracht und deren Freunde sind auch noch da. Wir suchen uns einen schönen Platz und bauen aus unseren Handtüchern ein richtiges Lager. Clarissa und Melli lästern schon wieder über Timo, als der auch schon um die Ecke kommt. „Wow“, sagt Melli, schau Dir mal den Typ an, mit dem Timo kommt, der ist ja echt süß“. Das stimmt. Die beiden Boys laufen in unsere Richtung, legen sich dann aber woanders hin. „Schade“, murren wir. Aber schließlich haben wir uns das Schlamassel selber zu verdanken. Ich finde Timo sieht in der Badehose eigentlich ganz süß aus, da sieht man seine furchtbaren Klamotten ja nicht. Und überhaupt sieht er dem Typ an seiner Seite ziemlich ähnlich. Endlich im Wasser treffen wir Timo und seinen Freund wieder. Ich lächle Timo nett an, weil er mir leid tut und er lächelt ganz lieb zurück. Irgendwie kribbelt es da sogar ein bisschen im Bauch. „Ob ich mal hingegen soll“, überlege ich mir, aber da kommt Timo schon auf mich zu. „Hallo Betty“, sagt er und ich bekomme fast keinen Ton raus und sitze ziemlich blöd da. Timo zuckt die Schulter und dreht sich schon um, da nehme ich all‘ meinen Mut zusammen und sage: „Gehen wir uns ein Eis holen“. Timo dreht sich um und ich glaube er freut sich echt.

Gemeinsam holen wir uns ein Eis und setzen uns hin und plötzlich können wir auch richtig toll miteinander reden. „Lars ist mein Bruder“, erzählt Timo und schon kommt Lars auch. „Ich habe Dich gesucht“, sagt er und setzt sich zu uns. Da sitzen wir und haben echt viel Spaß miteinander und ich sehe wie Melli und Clarissa herüberstarren und ganz neidisch schauen, aber sie trauen sich auch nicht her. Ich finde Timo immer netter und zusammen gehen wir noch mal ins Wasser. Wir machen Quatsch und tunken uns gegenseitig und plötzlich sind unsere Gesichter ganz nahe. Ich denke schon Timo will mich endlich küssen, aber da dreht er sich weg. Ich bin ganz schön enttäuscht. „Ich muss jetzt gehen“, sagt Timo und ich könnte laut losheulen. Doch da fragt er: „Treffen wir uns morgen wieder im Freibad“ und mir purzelt ein Stein vom Herzen. „Klar“, sage ich „aber nur wenn ich noch einen Kuss bekomme.“ Eigentlich wollte ich das gar nicht sagen und ich merke wie ich rot werde. Mann ist das peinlich. Aber Timo schaut ganz lieb und gibt mir einen ganz lieben Kuss. Dann sagt er: „Bis morgen, Betty, ich freu‘ mich schon.“

 

DISCOABEND
Endlich war es soweit: Meine Eltern haben erlaubt, dass ich bei meiner Freundin schlafen darf. Die darf am Wochenende auch immer weggehen, nur ich darf noch nicht. Dabei sind wir beide 15 Jahre alt. Nur meine Eltern sind halt immer so streng. „Wir machen was ganz tolles“, hat mir meine Freundin versprochen. Sogar die Klamotten will sie mir leihen. Wir sind beide schon ganz aufgeregt. „Weißt du der Thommy kommt auch, das ist ein echt süßer Typ“, sagt meine Freundin Katharina. Da bin ich echt schon gespannt. Gemeinsam stehen wir in ihrem Zimmer und probieren Kleider an. „Der lila Minirock ist echt klasse“, finde ich und Katharina leiht in mir auch aus. Sie ist halt eine echte Freundin. Auch Makeup machen wir hin. Das hab ich sonst nie gemacht. „Du siehst echt absolut klasse aus“, sagt Katharina zu mir. Um acht Uhr ist es endlich soweit. Wir treffen die anderen von Katharinas Clique im Hüttle und fahren dann in die Disco. Katharina hat das Unmögliche geschafft: Wir fahren bei Thommy mit. Der ist vielleicht süß. Die Haare sind etwas länger und gelockt und er hat ein total süßes Lächeln. „Du bist also Katharinas tolle Freundin“, sagt er zu mir und ich bekomme ganz weiche Knie. In die Disco kommen wir locker rein, weil Katharinas Bruder den Türsteher kennt. Die Musik ist klasse und wir gehen gleich auf die Tanzfläche. Erst tanzen nur wir girls, aber ich merke wie Thommy mich immer anschaut und werfe ihm süße Blicke zu. Leider laufen keine langsamen Stücke, ich hätte so gerne mit ihm getanzt. Als wir Pause machen spendiert Thommy mir ein Cola. Dann lächelt er nett und fragt, ob ich nächste Woche wieder mitkomme. Ich könnte heulen und erklärt Thommy, dass meine Eltern eigentlich nicht erlauben in die Disco zu gehen. „Macht nichts, dann gehen wir halt mal ein Eis essen“, sagt Thommy und ich bin überglücklich, dass mein Traumboy mich trotzdem noch sehen will. Um 12 Uhr müssen wir dann schon gehen. Die Zeit ist so schnell vergangen. Zum Abschied gibt Thommy mir einen ganz lieben Kuss und ich gebe ihm meine Telefonnummer. Mein Herz klopft ganz schnell. Natürlich schlafen Katharina und ich noch lange nicht. Die halbe Nacht reden wir über den tollen Abend.

 
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